Viele Völker, viele Sprachen

Burkina Faso, das „Land der Aufrichtigen“ im Herzen Westafrikas: Südlich des drittgrössten Stroms Afrikas, dem Niger, findet sich eine der ärmsten Nationen dieser Welt. In direkter Nähe zur Sahelzone bedrängen den Vielvölkerstaat immer wieder Dürreperioden. Das Dasein vor Ort ist geprägt von bitterer Armut und dem täglichen Kampf ums Überleben. Doch eines überrascht: Trotz widriger Umstände halten die Menschen zusammen und respektieren sich. Immerhin siedeln hier über sechzig ethnische Gruppen, die alle ihre eigene Sprache sprechen. Stammesfehden oder Feindseligkeiten gibt so gut wie nie; Landsleuten und Fremden gegenüber zollen die Burkiner Respekt und zeigen Toleranz.

Mossi, Bobo und Fulbe

Drei Bevölkerungsgruppen lenken und leiten die Geschicke des Landes: Die Hälfte aller Einwohner gehört zum Volk der Mossi (Moaaga). Sie leben in der Landesmitte, in und um der Hauptstadt Ouagadougou. Während sie in der Verwaltung ansässig sind, macht die zweitgrösste Ethnie – die Bobo (Bwa) – Geschäfte. Beheimatet im fruchtbaren Westen, nahe der Wirtschaftsmetropole Bobo-Dioulasso, dominieren sie den Handel. Die Fulbe (Peul), ursprünglich ein Nomadenvolk, bilden das dritte grosse Volk Burkina Fasos. Sie bewohnen weite Teile des trockenen Nordens und Nordostens. Es sei bemerkt, dass alle Regionen und besonders die Städte ethnisch deutlich durchmischt sind.

 

 
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